"In gewissem Sinne ist das ganze Internet pornografisch; es liefert konstant Erregung, und wir verfügen über keinerlei angeborene Fähigkeit, dem zu widerstehen. Es ist ein System, das uns auf Wege führt, von denen viele nichts mit unseren wahren Bedürftigkeiten zu tun haben."
Alain de Botton, Schriftsteller und Autor
"Wie oft täglich durchlauft ihr den Zyklus, eure E-Mails abzurufen, euren Twitter-Feed auf neue Retweets sowie interessante Tweets der gefolgten Nutzer zu überprüfen, bei Facebook und Google+ nach neuen Benachrichtigungen oder Mails zu gucken und danach bei Flickr und Pinterest vorbeizuschauen, nur um sicherzugehen, nichts verpasst zu haben? Und was macht ihr, wenn dieser Zyklus abgeschlossen ist? Ihr werft einen erneuten Blick in euer E-Mail-Postfach – es könnten ja noch Mails eingetroffen sein. Damit beginnt der Spaß von vorn."
Jason Timothy, Blogger und Musiksoftware-Berater
"Das menschliche Gehirn ist dem anderer Spezies überlegen, da es die einzigartige Fähigkeit hat, sich seiner Umgebung anzupassen – es ist sozusagen formbar. Da wir in einer immer digitaler werdenden Welt leben, sind wir permanent auf Alarmbereitschaft getrimmt, was andere Menschen (in dem Fall unsere Facebook-Freunde) gerade tun oder welche Meinung sie derzeit vertreten. Dadurch ändert sich unsere Denkweise, unsere Einstellung zu vielen Dingen. Dadurch bleibt unsere Denkweise eher kindlich, abhängig vom Verhalten und den Gedanken anderer."
Susan Greenfield, Neurowissenschaftlerin, Universität Oxford
"Im Wesentlichen ist Facebook für dich, was ein großes Glas Coca-Cola für deinen Blutzuckerspiegel ist, sowohl kurz-, als auch langfristig betrachtet. Facebook muntert dich vorübergehend auf (wow, ist das nicht, und das, und das, und das und oooh das … interessant, schrecklich, blöde, lustig, traurig, herausfordernd, was auch immer) und lässt dich dann wie einen Stein fallen, sobald du dich abmeldest. Und je länger du dabei bist, desto selbstsüchtiger und wertloser kommst du dir oft vor."
David Rainoshek, Philosoph und Autor
"Dieser globale Wissensspeicher ist eine Revolution. Er entbindet unser Gehirn von der lästigen Aufgabe des bloßen Auswendiglernens, und wir können uns endlich wieder dem Nachdenken und Problemlösen widmen."
Gerald Hüther, Neurobiologe
"Wenn wir online gehen, begeben wir uns in eine Umgebung, die oberflächliches Lesen, hastiges und zerstreutes Denken und flüchtiges Lernen fördert."
Nicholas Carr, Autor und Wirtschaftsjournalist
"Online und offline unterscheidet sich unser Leseverhalten eklatant. Während ein Buch die Aufmerksamkeit fängt und uns von den alltäglichen Ablenkungen abschottet, tut das Internet genau das Gegenteil. Es streut die Aufmerksamkeit und lässt uns jederzeit für Einflüsse von außen verfügbar werden. Ständig ist man auf dem Sprung zum nächsten Klick, kratzt nur an der Oberfläche: Man mailt, postet, twittert, sucht, klickt, schaut lustige Videos und liest nebenbei die neuesten Nachrichten. Selten steigt man in einen Text tiefer ein."
Focus
"Aber wenn die Aufmerksamkeit durch Schnitte ständig unterbrochen wird, dann schlägt sie ins Gegenteil um. Wenn immer neue Reize des ‚Achtung!’, ‚Aufgemerkt!’ gesendet werden, dann werden die Menschen ihrer Fähigkeit beraubt, bei etwas zu bleiben.“
Christoph Türcke, Philosoph und Autor

 

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