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Zum Lernen gehört Freiheit – Ergebnisse des Dialog Think-Tank „Schule neu denken“


Schulen gehören zu den wichtigsten Sozialisationsinstanzen unserer Gesellschaft. Wahrscheinlich wird deshalb auch so heftig darum gestritten, welche Schulformen eine Gesellschaft braucht und was Kinder und Jugendliche in Schulen lernen sollten. Leider wird in öffentlichen Debatten, die sich mit Bildung und Schule beschäftigen, häufig nur Altbekanntes ausgetauscht. Selten wird danach gefragt, wie wir eigentlich selbst gerne in der Schule lernen würden. Selten wird danach gefragt, wie wir uns eine gute Schule vorstellen. In einem Dialog Think-Tank zum Thema „Schule neu denken“ haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Berufsfeldern auf einen Dialog zu der Frage, wie sie sich eine Schule vorstellen, auf die sie selbst gerne gehen möchten und welche positiven eigenen Lernerfahrung sie in ihrem Leben gemacht haben, eingelassen. Die Ergebnisse des Dialoges werden in diesem Beitrag dargestellt.
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Wir müssen über Werte sprechen: Was macht gute Schulen aus?

© Bild (Ausschnitt): Gerd Altmann/pixabay, (CC0 1.0) https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

Sprechen wir über Frankfurt am Main: Hier lebt der kritische Geist und wohnen viele Familien. Die Bevölkerung wächst und die Stadt muss Schulen bauen. Jeden Tag kann man es in der Zeitung lesen: Jedes Viertel will sein Gymnasium, zwischendurch auch mal eine Gesamtschule. Der Stadtelternbeirat ist schon lange der Meinung, man brauche mehr Gymnasien um die Ecke, die zitierten Eltern in der Zeitung auch. Politisch scheint es nach Bildungsgipfel, Schulentwicklungsplan und Gezerre um Gymnasialplätze gar nicht mehr strittig zu sein, wie eine Schule, wie Bildung heute aussehen soll, Hauptsache es steht „Gymnasium“ drauf. Aber ist es das, was Kinder und Jugendliche heute wirklich brauchen: ein Gymnasium um die Ecke, wie es viele gibt? Der Beitrag will darauf eine politische und zugleich pädagogische Antwort geben, die über die Diskussion über bloße Schulneubauten hinaus weist.
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Was wollen wir mit Inklusion, solange wir in Kategorien der Aussonderung denken?

© Foto: Andi Weiland | Sozialhelden e.V./flickr.com, (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Es scheint den meisten Deutschen nicht zu behagen, wenn Kinder mit guten Schulleistungen (und gutem Benehmen) mit Kindern mit weniger guten Schulleistungen (und weniger gutem Benehmen) in derselben Klasse unterrichtet werden. Es scheint auch für viele Lehrerinnen und Lehrer kaum vorstellbar zu sein, dass man Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Kompetenzen anspruchsvoll unterrichten kann, wenn sie sich in einem Raum befinden. Deshalb wird auch in Deutschland selten danach gefragt, wie die Lehrer und Lehrerinnen die einzelnen Schülerinnen und Schülerinnen beim Befolgen ihrer sehr individuellen Bildungsziele unterstützen könnten.
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Schulpflicht abschaffen? Wie das Recht auf Lernen durch ein Joker-Jahr gestärkt wird

© Foto (Ausschnitt): onnola/flickr.com, (CC BY-SA 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Die Schulpflicht erscheint in Deutschland in aller Regel als heilige Errungenschaft, die man öffentlich nicht in Frage stellt. Fragt man Lehrerinnen und Lehrer oder auch Schülerinnen und Schüler in der Pubertät danach, wie sie diese Errungenschaft einschätzen, dann verdrehen sie meist die Augen, machen abfällige Bemerkungen und scheinen sich alle auf eine Sprachregelung geeinigt: Unterricht im Alter von 14-16 Jahren bringt nicht viel, muss aber sein. Demgegenüber wird in dem Beitrag ein Joker-Jahr vorgeschlagen,  das allen Jugendlichen ab 14 Jahren das Recht zuerkennt, Traditionen und sehr individuelle Eigeninteressen in einem ausgeglichenen Verhältnis zu erkunden.
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Hier und Jetzt. Achtsam und bewusst mit Medien umgehen

© Bild: Daniel Oines/flickr.com, “Half an hour of web ads”, (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Die Fähigkeit, aufmerksam zu sein, ist für ein gelungenes Leben unverzichtbar: Wir brauchen sie, um anderen Menschen (und uns selbst) wirklich zuhören zu können, zum Lernen oder um im Leben „wirklich da zu sein“. Vor diesem Hintergrund stellen Achtsamkeit und Konzentration wichtige Medienkompetenzen dar. Ein kompetentes Aufmerksamkeits- und Zeitmanagement kann Jugendliche in die Lage versetzen, ihre Mediennutzung gezielter zu steuern und den Attacken der „Aufmerksamkeitsräuber“ besser zu widerstehen. In dem Beitrag werden entsprechende Unterrichtsideen zur Förderung von Medienkompetenz vorgestellt.
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Vom Ich zum Du und wieder zurück. Die Grenzen des eigenen Sprechens und Denkens überschreiten

© Bild: basierend auf einer Vorlage von Fyuriy /Fotolia

Es scheint subjektiv besonders wichtig zu sein, richtig verstanden zu werden, denn dauerhafte Missverständnisse und kommunikative Zerwürfnisse können krank machen und Beziehungen zerstören. Aber auch objektiv und gesellschaftlich hängt einiges davon ab, dass man sich versteht und miteinander spricht, wenn es um Interessen, Lebensweisen, Werte oder schlicht Verfahren geht, wie etwas sozial geregelt werden soll. Der Artikel beleuchtet, welche Bedeutung das Einander-Verstehen hat und welche Möglichkeiten der Dialog für das eigene Denken und ein gemeinsames Verständnis bietet.
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Experimentelle Gemeinschaftsküche. Sich auf die eigenen Sinne und Fähigkeiten verlassen lernen

© Foto: Jörg Krause

Essen kann ein recht sinnliches und aufregendes Erlebnis sein. Oft genug reduziert sich Essen leider nur auf notwendige Nahrungszufuhr: Wir essen dann achtlos, ohne bewusst und aufmerksam zu schmecken. Es kann bereichernd sein, wenn wir beim Essen wieder mehr auf unsere Sinne achten: Schmecken, aber auch Riechen und Schauen. Die ästhetische Erfahrungsebene des Essens in den Mittelpunkt zu stellen, die Sinne zu wecken und zu schulen ist das Ziel der experimentellen Gemeinschaftsküche. Es geht aber um noch viel mehr: sich auf die eigenen Sinne und Fähigkeiten verlassen zu lernen und mit anderen gemeinsam das Risiko des Ausprobierens einzugehen.
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Hören, um zu verstehen. Der Dialog und das Zuhören

© Foto (Ausschnitt): Stephan Röhl / by Heinrich Böll Stiftung, (CC BY-SA 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons

Wenn es darum geht, festgefahrene Positionen, starre Haltungen und eingefahrene Denkmuster zu lösen, kann das im Dialog geschehen. Im Dialog werden eigene Ansichten und Einschätzungen gemeinsam von allen Seiten betrachtet und Ansprüche auf die richtige Meinung erst einmal suspendiert. Eigene Urteile werden zunächst in der Schwebe gehalten, um anderen, der Gruppe und sich selbst besser zuhören zu können – eine wichtige Voraussetzung, um ein gemeinsam geteiltes Verständnis zu entwickeln. In dem Beitrag werden Unterrichtsideen vorgestellt, in denen das Hören, das Zuhören im Gespräch im Zentrum steht.
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Hören im Zeitalter des Sehens. Warum wir unseren Hörsinn mehr schätzen sollten

© Foto: Tim Pierce/flickr.com, „listen (069/365)“, (CC BY 2.0) https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Die beherrschenden modernen Massenmedien – vom Film über das Fernsehen bis hin zum Internet – sind primär visuell orientiert, ihre Bilder – in Sekundenschnelle global verbreitet – dominieren den gesellschaftlichen Diskurs. Zu dieser bilddominierten Kultur gehört auch, dass wir dem Visuellen viel mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Akustischen. Es gibt jedoch gewichtige Gründe, warum dem Hören wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte.
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